Inzuchtkoeffizient (IK)

Der Inzuchtkoeffizient ist ein zahlenmäßiger Ausdruck der Wahrscheinlichkeit für die Herkunftgleichheit der beiden Gene eines Genortes.

Herkunftgleichheit bedeutet, das die beiden Gene eines Genlocus in der Meiose entstandene Kopien ein und desselben Gens sind. Vereinfacht gesagt gibt der IK Auskunft darüber wie nahe die beiden Elterntiere miteinander verwandt sind, d.h. ob sie gleiche Vorfahren haben.

Für die Berechnung werden alle Ahnen die sowohl in der Vater- als auch in der Mutterlinie mehrfach vorkommen eingerechnet.

Die Formel hierzu wurde von S. Wright, dem Begründer der Populationsgenetik entwickelt. 

(F_I=?(1/2)^n_1+n_2+1·(1+F_A_i)

n_1 = Anzahl der Generationen vom Vater zum gemeinsamen Ahnen
n_2 = Anzahl der Generationen von der Mutter zum gemeinsamen Ahnen
F_A_i = Inzuchtkoeffizient des gemeinsamen Ahnen

  

Die Berechnung des IK erfolgt in der Datenbank über 5 Generationen.

Liegt keinerlei Inzucht vor, so erreicht man beispielsweise einen Wert von 0%, bei einer Verpaarung von Vollgeschwistern erhält man einen Wert von 25%.

Grundsätzlich gilt:
Ein niedriger IK-Wert bedeutet eine geringe Inzuchtrate = gut
Ein hoher IK-Wert bedeutet auch eine hohe Inzuchtrate = schlecht 

 

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